Güney's Kita Bahnhof

Güney's Kita Bahnhof - Herzenswärme für Kinder

Pädagogisches Konzept

  1. Einleitung

    Das Familienbild hat sich im Laufe der Zeit sehr stark verändert. In vielen Familien ist es normal, dass beide Elternteile arbeiten gehen und die Kinder in dieser Zeit betreut werden. Die Familienergänzende Betreuung, wie Kitas werden immer wichtiger in unserer Gesellschaft und bilden einen grossen Beitrag in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung.

    1. Sinn und Zweck

    Das pädagogische Konzept von Güney’s Kita Bahnhof macht die pädagogische Arbeit für Eltern, Behörden und andere Interessierte transparent. Es ermöglicht Eindrücke in unsere strukturierte und zielgerichtete Arbeitsweise. Die wichtigsten Prinzipien wie Werte, Ziele und Methoden sind klar formuliert. Der Sinn und Zweck des pädagogischen Konzepts ist vielfältig und wird immer wieder angepasst.

    Orientierung und Leitlinie: das Konzept gibt dem Tam eine klare Richtlinie und Orientierung, wie sie die Bildungs- und Erziehungsarbeit gestalten sollen. Es legt fest, welche Werte, Prinzipien und Ziele in der KiTa verfolgt werden.

    Qualitätssicherung: Es dient zur Sicherung und Steigerung der pädagogischen Qualität in der KiTa. Es gewährt eine durchdachte und professionelle Arbeitsweise, die den Bedürfnissen und Entwicklungsstufen des Kindes angepasst ist.

    Individualisierung: Das Konzept unterstützt die Individualisierung unserer pädagogischen Arbeit. Es berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes und ermöglicht uns so eine gezielte Förderung.

    Reflexion und Weiterentwicklung: Das Team reflektiert anhand der Richtlinien des Konzepts ihre tägliche Arbeit. Dadurch werden Stärken und Schwächen erkannt, was wiederum zu einer persönlichen Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit führt.

  2. Leitbild

    Wir nehmen jedes Kind so an, wie es ist.

    • Wir nehmen das Kind in seiner Eigenart und Einzigartigkeit an
    • Wir gehen auf die Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder angemessen ein
    • Wir begegnen einander mit Achtung, Wertschätzung und Respekt
    • Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder stehen für uns im Zentrum
    • Wir gehen konstruktiv und lösungsorientiert mit Konflikten um
    • Wir unterscheiden zwischen der Person und ihrem Verhalten
    • Konflikte gehören zum Alltag
    • Wir betrachten Schwierigkeiten aus den verschiedenen Sichtweisen, weil dies entscheidend für die Lösung ist

    Wir ermöglichen den Kindern frühkindliche Bildung und Förderung.

    • Wir erfassen den Entwicklungsstand gezielt
    • Wir betrachten die Entwicklung jedes Kindes individuell
    • Wir planen den pädagogischen Alltag zielorientiert und bieten den Kindern Herausforderungen zum Lernen
    • Die Teilnahme an angeleiteten Aktivitäten ist freiwillig für die Kinder
    • Einen Grenzstein nicht altersgemäss zu erreichen, bedeutet nichts Schlimmes und kommt vermutlich in jeder Entwicklung eines Menschen vor.
    • Entwicklungsrückstände werden ernst genommen
    • Wir planen Massnahmen, um Entwicklungsrückständen entgegenzuwirken

    Wir bieten den Kindern Wald- und Naturerfahrungen.

    • Wir lassen Naturerfahrungen zu
    • Wir lassen jedes Kind individuell die Natur entdecken
    • Wir beziehen in Naturangeboten und Gartengestaltung die Interessen der Kinder ein
    • Wir thematisieren in kleinen Projekten die Pflanzen, die Jahreszeiten, das Wetter, den Wald, die Tiere usw.
    • Wir leben den Kindern einen sorgfältigen Umgang mit der Natur vor

    Wir arbeiten mit den Eltern konstruktiv und kooperativ zusammen.

    • Wir begegnen den Eltern mit Wertschätzung und Respekt
    • Wir hören aktiv zu, indem wir unsere eigenen Werte zurückstellen und dem Gegenüber Zeit lassen und es durch Nachfragen und Spiegeln der Aussagen zu verstehen versuchen
    • Wir nehmen die Anliegen der Eltern ernst
    • Wir beziehen die Eltern in das Gespräch ein und tauschen uns mit ihnen aus
    • Wir bieten den Eltern Unterstützung an
    • Wir suchen zusammen mit den Eltern nach Lösungen, es sei denn das Kindswohl ist gefährdet
    • Wir stellen unsere Lösungsideen zurück, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. Können wir das nicht, holen wir uns Unterstützung

    Wir bieten eine Balance zwischen Struktur und Freiräumen.

    • Wir bieten einen Tagesablauf mit Ritualen und Übergängen zur Orientierung der Kinder sowie zur Strukturierung des Tages
    • Wir geben den Kindern altersgemässe Freiräume wie Freispiel, Freiwilligkeit bei geführten Angeboten
    • Wir bieten den Kindern klare Regeln und setzen den Kindern altersgemässe Grenzen mit logischen Konsequenzen

    Wir schützen die Gesundheit der Kinder.

    • Wir bieten den Kindern ausgewogene gesunde Mahlzeiten an und gehen auf Ernährungswünsche wegen Allergien oder aufgrund der Kultur/Religion ein
    • Am Tisch schaffen wir eine gemütliche und entspannte Atmosphäre
    • Wir geben den Kindern ausreichend Zeit zum Essen und Trinken. Kleinen Kindern helfen wir beim Essen. Wir zwingen kein Kind zum Essen und lassen jedes Kind selber entscheiden, ob und was es essen möchte und wann es satt ist. Wir bieten den Kindern jederzeit Zugang zu ihren Flaschen, um zu trinken.
    • Wir Erwachsenen tragen immer die Verantwortung für die Nähe und Distanz der Kinder
    • Wir begleiten die Kinder auf Toilette nur dann, wenn sie Hilfe benötigen und anfordern
    • Wir wechseln die Windeln ausreichend oft und pflegen die Haut. Um die Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen, achten wir stets darauf, dass die Mitarbeitenden darüber informiert werden, wenn wir ein Kind Wickeln gehen
    • Das Entdecken des eigenen Körpers gehört zur kindlichen Entwicklung, wird zugelassen und darf in einem geschützten Ort stattfinden
    • Das Berühren und Trösten ist für uns selbstverständlich, wenn die Kinder es zulassen
    • Wir informieren die Eltern, wenn es ihrem Kind nicht gut geht, und bitten sie, je nach Situation darum, das Kind abzuholen

    Wir entwickeln uns stetig weiter, um uns zu verbessern.

    • Wir sind offen für konstruktive Kritik, um uns stetig zu verbessern
  3. Grundbedürfnisse

    1. Bedürfnispyramide nach Maslow

      Die 5 Grundbedürfnisse nach Abraham Maslow, stellen die Basis unseres Handelns dar.

      Bedürfnispyramide nach Maslow

    2. Umsetzung der Physiologischen Bedürfnisse

      Die physiologischen Bedürfnisse stellen die unterste Ebene dar. Hierbei handelt es sich um lebensnotwendige Voraussetzungen, die wir zum Überleben brauchen.

      1. Mahlzeiten

        Wir legen grossen Wert auf abwechslungsreiche, gesunde und ausgewogene Ernährung. Zu speziellen Anlässen, wie Geburtstag, Abschiede, Traditionen werden Süssigkeiten angeboten

        Znüni

        Wir bieten den Kindern saisonale Früchte und Cracker an.

        Mittagessen

        Das Mittagessen ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Tagesablauf. Die Kinder haben einen direkten Bezug zum Essen, das das Essen aus der KiTa Küche kommt. Das Kind soll mit Freude und Genuss und ohne Zwang das Essen geniessen. Aus pädagogischer Sicht legen wir Wert darauf, dass das Essen nicht nur nährstoffreich, sondern schmackhaft und ansprechend ist. Dies hilft dem Kind, eine positive Einstellung zum Essen zu entwickeln und verschiedene Geschmacksrichtungen zu erkunden. Das gemeinsame Mittagessen ermöglicht den Kindern, sich miteinander zu verbinden und soziale Fähigkeiten zu entwickeln. Gemeinsam sitzen sie am Tisch und können sich unterhalten, einander zuhören oder ihre Bedürfnisse ausdrücken. Es ist eine wertvolle Gelegenheit für sie, ihre Erlebnisse, Gedanken und Ideen zu teilen und voneinander zu lernen.

        Die Tischregeln werden altersgerecht vermittelt. Das Fragen nach Essen, „Bitte“ und „Danke“ äussern zu können, das richtige Sitzen auf dem Stuhl, hilft dem Kind, eine positive Esskultur zu erleben und die wichtige Fähigkeit zu entwickeln und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.

        Säuglinge

        Die Säuglinge erhalten ihr Essen je nach Entwicklungsstand. Schoppennahrung oder Muttermilch muss von zu Hause mitgebracht werden. Dabei passen wir uns auf ihren individuellen Essensrhythmus an. Findet der Übergang zur Breinahrung statt, besprechen wir dies mit den Eltern. Den Brei stellen wir zur Verfügung. Dieser wird frisch zubereitet. Folgt der weitere Schritt auf feste Nahrung, lassen wir das Kind mit den Händen essen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten. Ihr Essen zu erforschen, zu erfahren, was weich/hart, was warm/kalt bedeutet. Die Gabel und der Löffel liegen neben dem Teller, damit das Kind sich mit dem Besteck vertraut macht.

        Kinder

        Das Essen wird mit Tellern auf den Tisch gestellt. Anfangs schöpfen wir von allem etwa sauf den Teller. Haben alle Kinder zu Essen, sagen wir gemeinsam unseren Tischspruch. Uns ist es wichtig gemeinsam mit dem Essen zu beginnen.
        Das Kind probiert nach Möglichkeit von allem. Wenn es etwas nicht gerne hat, darf es dies im Teller lassen. Danach darf das Kind essen, was es gerne hat. Das Fachpersonal isst mit den Kindern. Dabei nehmen sie die Rolle des Vorbildes ein. Dies soll positive Gefühle auf das Essverhalten des Kindes auslösen.
        Der Menüplan ist jeweils ab Montag in der Garderobe der Kita aufgehängt, sodass die Eltern jederzeit sehen können, was wir kochen.

        Zvieri

        Wir bieten zu jedem Zvieri saisonale Früchte an. Danach gibt es eine Kleinigkeit, welche auf das Mittagessen abgestimmt ist.

        Unverträglichkeiten und Allergien

        Die Eltern sind dazu verpflichtet uns über Allergien und Unverträglichkeiten des Kindes zu informieren.

        Kulturen und Religionen

        Wir respektieren die kulturellen und religiösen Essgewohnheiten, wie es in unseren Möglichkeiten steht. In unserer KiTa gibt es z.B. kein Schweinefleisch

        Auffälliges Essverhalten

        Wenn ein Kind ein auffälliges Essverhalten zeigt, kann dies verschiedene Gründe haben:

        • Körperliche Gesundheit, wie Verdauungsprobleme, Zahnschmerzen, allergische Reaktion
        • Sensorische Empfindlichkeit gegenüber Texturen, Gerüchen oder Geschmacksrichtungen
        • Emotionaler oder psychischer Zustand, wie Stress, Angst, Trauma
        • Umfeld und Erziehung: Essgewohnheiten in der Familie, Druck beim Essen

        Beobachten wir bei einem Kind ein auffälliges Essverhalten, informieren wir die Eltern und geben professionelle Unterstützung nach unseren Möglichkeiten. Ansonsten weisen wir die Eltern an Fachstellen weiter, damit eine Lösung oder Interventionen besprochen werden können, um das Essverhalten des Kindes zu verbessern.

      2. Trinken

        Bei uns trinken die Kinder grundsätzlich Wasser. Durch den Tag hat jedes Kind seine eigene Trinkflasche zu der es jederzeit Zugang hat.

      3. Ruhezeiten / Schlafen

        Nach dem Mittagessen gehen die Kinder gemeinsam ins Schlafzimmer. Das Kind schläft je nach Entwicklungsstand, im Gitterbett oder auf einer Matratze. Persönliche Schlafutensilien wie Nuggi, Nuschi oder ein Kuscheltier gibt dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Trost. Das Kuscheln oder Saugen wirkt beruhigend und es hilft dem Kind, sich zu entspannen und leichter einzuschlafen. Diese Hilfsmittel können die Eltern täglich mitnehmen oder in der KiTa lassen.
        Kinder, welche noch einen unregelmässigen Schlafrhythmus haben, werden individuell in Schlaf begleitet. Sie schlafen, wo sie am besten schlafen können. Dies kann im Schlafzimmer oder beim Spazieren gehen sein. Wir nehmen das Bedürfnis wahr und passen uns dem Rhythmus des Kindes an.

      4. Körperhygiene

        Die pädagogische Erziehung der Körperhygiene ist ein wichtiger Bestandteil des Wohlbefindens. In Prozessen zeigen wir dem Kind, wie es ihren Körper sauber und gesund pflegen kann. Uns ist es wichtig, dem Kind seinen eigenen Körper zu erfahren und zu erforschen zu lassen. Es soll seinen Körper wahrnehmen und kennenlernen. Das Kind soll ein natürliches Verhältnis zu seinem Körper entwickeln.

        Gesicht und Hände waschen

        Vor dem Waschbecken steht ein Hocker, so ist es dem Kind möglich selbständig das Wasser anzustellen und selber Seife zu nehmen, um sich die Hände zu waschen. Braucht das Kind Hilfe, geben wir ihm Hilfestellung.

        Wickeln

        Beim Wickeln achten wir auf die Intimsphäre des Kindes. Die Betreuungsperson wickelt das Kind auf dem Wickeltisch. Während dem Wickeln gehen wir behutsam vor. Dabei reden wir mit dem Kind, was wir gerade machen. Je nach Bedarf cremen wir den Intimbereich ein. Schmutzige Kleider werden gewechselt und die Eltern werden über Besonderheiten informiert.

        Trocken werden

        Wir fördern das Kind Windelfrei zu werden. Möchten die Windelkinder auf die Toilette, nehmen wir uns die Zeit und unterstützen sie dabei. Das Kind entscheidet selbst, wann es so weit ist, um aufs Töpfchen zu gehen. Die Fachperson animiert es lediglich. Es soll für das Kind kein Druck oder Drängen entstehen.

        Toiletten Gang

        Die Kinder, welche bereits trocken sind, fördern wir dazu, selbständig auf die Toilette zu gehen. Brauchen sie noch Hilfe, um den Po zu säubern, helfen wir Ihnen. Die Betreuungsperson achtet darauf, dass das Kind allein auf die Toilette geht. Die Intimsphäre wird dadurch gewährleistet. Fragt ein Kind, wie die Körperteile heissen, benennen wir sie beim korrekten Namen.

    3. Umsetzung der Sicherheitsbedürfnisse

      Sobald die physiologischen Bedürfnisse erfüllt sind, treten Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit in den Vordergrund. Diese Bedürfnisse erfährt das Kind in der Familie, wie auch in der Gesellschaft, sprich in Güney’s Kita Bahnhof.

      1. Emotionale Sicherheit

        Es ist wichtig, Gefühle wie Freude, Angst, Trauer, Wut, Liebe und Glück auszuleben und Tränen zuzulassen.

        Konflikte

        Nicht nur Freundschaft ist für die Entwicklung eines Kindes wichtig, sondern auch Streit und Konflikte. Kinder sollen die Möglichkeit haben, den eigenen Willen und die eigene Meinung bilden zu können. Konflikte und Streit sind dazu da, um Mut, Kraft, Durchsetzungsvermögen, Nachgeben usw. auszuleben. Konflikte und Streit sind wichtig, um neue Erfahrungen oder auch Gefühle sammeln zu können. Wir lassen die Kinder so weit wie möglich ihre Konflikte selbst austragen. Konflikte und Streit werden von der Betreuungsperson sorgfältig beobachtet und verfolgt. Kommt ein Kind in physische oder psychische Gefahr, greift die Fachperson ein. Sie analysiert gemeinsam mit den Kindern den Streit/ Konflikt. Wir unterstützen die Kinder mit unserer Hilfestellung, ergreifen aber keine Partei. Was in Güney’s Kita Bahnhof auf keinen Fall geduldet wird, ist die Streitform „Plagen“. Wird ein Kind physisch oder psychisch geplagt wird das von uns sofort unterbunden. Die Eltern der betreffenden Kinder werden am Abend über solche prekären Vorkommnisse informiert. Ebenfalls wird auch die Kitaleitung informiert, um allenfalls weitere Massnahmen zu besprechen.

      2. Gesundheit und Wohlbefinden/ Sicherheit vor Unfällen und Verletzungen

        Die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden bei Kindern beinhaltet eine ausgewogene Balance zwischen Sicherheit und die Möglichkeit zu haben, sich durch aktives Ausprobieren und Erkunden gesund zu entwickeln. Wir als KiTa haben die Verantwortung eine sichere Umgebung für das Kind zu schaffen, damit diese Bedürfnisse umgesetzt werden können. Das Kind soll nach seinen Fähigkeiten ausprobieren und seine Erfahrungen selbst machen dürfen. Dabei wird immer die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Gefährdung von Unfällen berücksichtigt und als hohe Priorität vom Fachpersonal eingestuft.

    4. Umsetzung der Sozial-Bedürfnisse

      Auf der Stufe der Sozialebene, beinhaltet es vor allem das Bedürfnis nach Gefühl von Zugehörigkeit und nach Beziehungen.
      Durch verschiedene Rituale im Alltag fördern wir die Kinder in der Sozialentwicklung. Das Kind soll sich in der Gemeinschaft integriert fühlen und gerne zu uns in die KiTa kommen. Das Kind wird in seinem Charakter akzeptiert und ernst genommen. Denn jedes Kind, jeder Mensch ist in seinem ICH etwas einzigartiges.

      In unserer altersgemischten Gruppe bringen wir dem Kind familiäre Situationen näher. Die jüngeren lernen von den Älteren, wie die Älteren von den Jüngeren. Sie lernen gegenseitige Bedürfnisse zu akzeptieren. Sie erlernen Toleranz und gegenseitiges Miteinander. Sie lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen und den Schwächeren Hilfestellung zu geben. Sie erfahren, was es heisst zu teilen, zu trösten, mitzuhelfen oder mitzufühlen. Sie lernen aber auch unter den Kindern, ihren Willen durchzusetzen oder ihre Meinung äussern zu dürfen. Die Kinder lernen in der Sozialentwicklung am meisten voneinander. Somit können sie gegenseitige Erfahrungen sammeln.
      Sie lernen neue Kinder so zu akzeptieren, wie sie sind, als Individuum.

    5. Umsetzung der Anerkennung und Wertschätzung

      Das Kind braucht Ansehen, möchte in seinem Tun geschätzt und respektiert werden. Durch Lob wird das Kind in seinem Selbstwertgefühl gestärkt, die Motivation wird gefördert es selbst zu tun. So setzen wir das in der KiTa um:
      Individuelle Aufmerksamkeit: Jedes Kind wird wahrgenommen und erhält das Gefühl, das es so geschätzt wird, wie es ist.
      Positives Feedback: Anstrengungen und Fortschritte des Kindes sollen adäquat gelobt werden. Nicht das Endergebnis ist hierfür relevant, sondern der Weg dorthin.
      Stärken betonen: Wir ermutigen das Kind seine Fähigkeiten zu nutzen und weiterzuentwickeln. Wir bauen auf den Stärken und Talenten des Kindes auf.
      Ehrliches Lob: das Betreuungspersonal lobt aufrichtig und authentisch. Das Lob wird immer glaubwürdig und im Masse ausgesprochen.
      Erfolge feiern: Das Selbstvertrauen wird erhöht, wenn Erfolge erkannt und vom Fachpersonal gegenüber dem Kind benannt werden.
      Vorbild sein: Das Betreuungspersonal zeigt durch eigenes Verhalten gegenüber dem Team Anerkennung und Wertschätzung.

    6. Umsetzung der Selbstverwirklichung

      Selbstverwirklichungs-Bedürfnisse ist die höchste Ebene der Maslow Pyramide. Es bezieht sich auf den persönlichen Wunsch, sich selbst zu verwirklichen, zu wachsen, alles zu erreichen, um das Beste nach all seinen Möglichkeiten zu werden. Somit lernt sich das Kind in seinen Bedürfnissen zu äussern und sich individuell wahrzunehmen. Es akzeptiert sich so wie es ist mit all seinen Fähig- und Fertigkeiten.

  4. Tagesablauf

    Der Tagesablauf dient der Rhyhtmisierung des Alltags und bietet durch seine Konstanz Halt und Geborgenheit. Er beinhaltet ruhige und friedliche, aber auch laute und turbulente Phasen. Somit haben die Kinder sowohl die Möglichkeit sich zurückzuziehen, wie auch sich auszutoben. Übergänge von einer Phase in die nächste werden kurz und klar strukturiert.

    Zeit Tätigkeit
    07:00 Um 07:00 Uhr öffnet die Kita
    07:00 – 09.00 Bringzeit:
    Wir begrüssen jedes Kind einzeln. In einem kurzen Gespräch mit den Eltern erfahren wir wichtige Informationen über die Befindlichkeit des Kindes. Nachdem sich die Eltern verabschiedet haben, kann sich das Kind dem Freispiel widmen.

    Es ist uns wichtig:

    • dass sich die Kinder willkommen und angenommen fühlen,
    • dass sie sich in Ruhe von den Eltern verabschieden können,
    • dass sie in Ruhe in der Kita ankommen können.

    In der Zeit von 07:00 Uhr – 09:00 Uhr können die Kinder in die Kita gebracht werden. Ab 09:00 Uhr ist Sperrzeit bis 11.30 Uhr.

    07:00 – 09:00

    Freispiel:
    Für Kleinkinder ist das freie Spiel eine wichtige Art zu lernen. Das Freispiel bietet dem Kind folgende Möglichkeiten:

    • Dinge zu untersuchen
    • Etwas zu bauen
    • Zu experimentieren
    • Spiele nach Regeln zu spielen
    • Rollenspiele zu machen
    • Selbstbewusstsein zu entwickeln
    • Bewältigung von Konflikten zu üben
    • Selbst zu entscheiden, wo und mit wem es spielen will
    • Von älteren bzw. jüngeren Kindern zu lernen
    • Etwas nachzumachen

    Das Freispiel führt zu einem zunehmenden Begreifen der Welt, in der das Kind lebt, zu einem zunehmenden Erobern. Ein Grossteil der kognitiven und motorischen Entwicklung von Fähigkeiten findet durch das Spiel statt. Im Freispiel ist das Kind freier in der Gestaltung seiner Beschäftigung.
    In dieser Zeit wird das Kind von den Mitarbeitenden unterstützt und begleitet.

    08:50 – 09:00 Aufräumen:
    Vor dem Znüni werden alle Spielsachen aufgeräumt. Den Kindern wird das Aufräumlied vorgesungen, damit sie wissen, dass es Zeit zum Aufräumen ist. Eine Mitarbeitende/ein Mitarbeitender unterstützt die Kinder beim Aufräumen.
    09:00 – 09.20 Znüni:
    Das Znüni essen alle Kinder. Hier gibt es saisonale Früchte und Cracker. Nach dem Essen dürfen die Kinder ins Freispiel, beteiligen sich an einer Aktivität oder wir gehen alle nach draussen.
    09:30 – 11:00 Aktivitäten:
    Es gibt viele Möglichkeiten mit den Kindern Aktivitäten durchzuführen. Dazu gehören: basteln, experimentieren mit verschiedenen Materialien, entdecken der Natur, erzählen, erfinden. Bei den Aktivitäten können auch die Interessen der Kinder berücksichtigt werden. Jeden tag planen die Mitarbeitenden, passend zu den jeweiligen Monatsthemen, verschiedene Aktivitäten. Diese werden nach dem Znüni durchgeführt. Je nach Wetter gehen wir anschliessend auf den Spielplatz oder unternehmen Spaziergänge. Bei sehr schlechter Witterung dürfen die Kinder nach den Aktivitäten wieder frei Spielen.
    11:30 – 12:00 Bring- und Abholzeit:
    Eltern, die ihr Kind bringen, informieren die Mitarbeitenden über die Befindlichkeit des Kindes.
    Beim Abholen informiert der/die Mitarbeitende/r die Eltern über wichtige Ereignisse des Vormittags.
    12:00 – 13:00 Mittagessen:
    Bevor wir essen, sagen wir unseren Tischspruch zusammen auf. Am Mittagstisch haben die Kinder Gelegenheit miteinander zu sprechen und sich Erlebnisse zu erzählen.
    13:00 – 14:00 Mittagsschlaf / Pause:
    Diejenigen Kinder, welche noch einen Mittagsschlaf machen, werden von einer Mitarbeitenden/einem Mitarbeitenden in den Schlaf begleitet. Die Türe vom Schlafzimmer ist jederzeit offen, sodass die Mitarbeitenden jederzeit eingreifen können, falls ein Kind wach ist, schlecht träumt oder weint.
    Die Kinder, die nicht schlafen ruhen sich aus und dürfen Bücher anschauen.
    14:00 – 15:20 Aktivität oder Freispiel:
    Die Kinder dürfen selber entscheiden, ob sie eine Aktivität machen möchten oder ins Freispiel möchten
    15:20 – 15:30 Aufräumen:
    Die Mitarbeitenden singen das Aufräumlied während die Kinder aufräumen.
    15:30 – 16:00 Zvieri:
    Die Kinder und die Mitarbeitenden essen Zvieri. Die Kinder dürfen miteinander reden und Ihre Gedanken teilen
    16:00 – 17:00 Wir gehen mit den Kindern auf den Spielplatz oder spazieren. Bei schlechtem Wetter gehen wir kürzer nach draussen, bei schönem Wetter bleiben wir länger draussen. Im Sommer kann es auch sein, dass wir Zvieri draussen essen.
    17:00 – 18:00

    Freispiel:
    Die Kinder können wenn wir zurück von draussen sind wieder ins Freispiel. Die Mitarbeitenden beaufsichtigen die Kinder und besprechen die Aktivitäten für den nächsten Tag.

    Abholzeit:
    Ab 17:00 Uhr können die Kinder abgeholt werden. Die Eltern werden über den Tag ihrer Kinder informiert.

    18:00 Uhr Um 18:00 Uhr schliesst die Kita.
    1. Die Gruppe

      Wir haben eine Gruppe in Güney’s Kita Bahnhof. Diese ist altersgemischt, dort betreuen wir Kinder von 3 Monaten bis zum Kindergarteneintritt.

    2. Freispiel

      Freispiel ist für Kinder von grosser Bedeutung, denn Spielen ist Lernen. Das Kind bekommt so die Gelegenheit sich selbst zu entfalten. Es kann seine Fantasien ausleben, Erlebtes verarbeiten, sich einfach seinen Interessen widmen und sich in den verschiedensten Entwicklungsaspekten üben. Die Mitarbeitenden beachten das abwechselnde Bedürfnis nach Ruhe und Bewegung und schaffen entsprechende Möglichkeiten. Das Kind alleine entscheidet, wo es spielt und mit wem es spielt oder ob es alleine spielen möchte. Das Kind darf „Nein“ oder auch „Stopp“ sagen. Wenn ein Kind Schwierigkeiten hat, ins Freispiel zu finden, geben die Erziehenden Hilfestellung. Nach dem Anstoss ziehen sie sich wieder zurück, denn die Kinder sollen zur Selbständigkeit ermutigt werden.

    3. Geführte Angebote

      Der Zweck von geführten Angeboten besteht darin, gezielte Lernmöglichkeiten zu fördern. Die Angebote stehen oft im Zusammenhang mit Jahreszeiten oder Feiern oder auch Bräuche. Monatsthemen werden anhand der Impulse der Kinder gestaltet. Zweimal im Jahr beobachten wir die Kindergruppe, um zu sehen an was sie gerade interessiert sind und daraus entsteht ein Thema für die Kinder.

    4. Räume

      Wir bieten kindgerechte Räume mit einer warmen, zum Spiel anregenden Atmosphäre. Die KiTa ist hell, geräumig und bietet vielfältige und wandelbare Spielmöglichkeiten für verschiedene Altersstufen.

    5. Natur

      Damit wir den Kindern genügend Bewegung und Erfahrung bieten können, gehen wir mindestens 1x am Tag mit den Kindern nach draussen an die frische Luft. Die Kinder haben da die Möglichkeit, ihrer Bewegung freien Lauf zu lassen und sich an der frischen Luft auszutoben. Dafür nutzen wir den KiTa Garten, einen Spielplatz, den Wald oder einen Spaziergang an der frischen Luft.

      Uns liegt eine offene, spontane und selbstbestimmte Haltung gegenüber dem Spiel in der Natur am Herzen. Wir geben, wenn nötig, kleine, präzise Inputs und lassen die Kinder ansonsten selber den Garten und den Wald entdecken.
      Die direkte, ungestaltete Natur ermöglicht den Kindern Lernerfahrungen besonderer Art. Diese Begegnung ist in der heutigen Lebenswelt der Kinder nicht mehr selbstverständlich, sie muss bewusst gesucht und geplant werden. In der Natur werden die Kinder in ihren körperlichen Kräften und all ihren Sinnen gefördert: Über Gräben springen, auf Bäume klettern, Naturmaterialien sammeln und auch einfach frei draussen spielen. Auf diese Weise machen die Kinder echte, authentische Erfahrungen über sich Selbst und über ihre Mit- und Umwelt. Die Kinder erleben sich einerseits als Teil einer lebendigen Welt, in der sie ihren Platz haben, auf die sie einwirken und die sie verändern können, der anderseits aber auch auf sie selbst einwirkt und sie zum Tun herausfordert.

  5. Eingewöhnung / das Berliner Eingewöhnungsmodell

    Das Eintrittsgespräch – gegenseitiges Kennenlernen

    • Um den Start so individuell wie möglich zu gestalten, benötigen wir einige wichtige Informationen über das Kind und die Eltern. Für das Gespräch wird ca. 1h30 geplant.

    Grundphase

    • Die ersten Tage der Eingewöhnung verbringt das Kind gemeinsam mit einem Elternteil in der Kita. Die Aufgabe ist es, «Sicherheit zu vermitteln». Die Eltern sind dabei passiv im Gruppenraum mit dabei und können sich so jederzeit dem Kind widmen.
    • Die Bezugsperson versucht auf verschiedene Art und Weise mit dem Kind in Kontakt zu treten. Mit viel Rücksicht und Einfühlungsvermögen geschieht dieser Prozess. Wichtig dabei ist, dem Kind so viel Zeit zu geben, was es benötigt.
    • Sollte sich das Kind lösen und sich auf die Bezugsperson einlassen können, so kann durchaus die erste Trennung stattfinden.

    Trennungsversuch

    • Nach Absprache mit den Eltern wird die erste Trennung stattfinden. In diesem Moment kann man erkennen, wie viel Vertrauen das Kind in die Bezugsperson hat.
    • Die Eltern verabschieden sich bewusst nach einer kurzen gemeinsamen Zeit vom Kind. Die Eltern bleiben in der Nähe der Kita. Kann die Bezugsperson das Kind schnell beruhigen oder ist es zufrieden, kann man die Trennungsphase auf 30 Minuten erweitern. Weint und schreit das Kind, wirkt ängstlich und lässt sich in kurzer Zeit von der Bezugsperson nicht trösten, so sollte die erste Trennung nicht länger als 5 Minuten dauern.

    Bei erfolgreicher Trennung erfolgt die Stabilisierungsphase.
    War jedoch die erste Trennung sehr schwierig, so bleibt man so lange beim Trennungsversuch, bis sich das Kind von der Bezugsperson trösten lässt.

    Die Stabilisierungsphase

    • Zunehmend wird die Bezugsperson – anfangs im Beisein der Eltern – die Versorgung des Kindes wie füttern, Wickeln ect. Übernehmen. Die Trennungszeit wird mehr und mehr verlängert, natürlich nur in Absprache mit den Eltern.

    Schlussphase

    • In dieser Phase sind die Eltern erreichbar, sie müssen aber nicht zwingend in unmittelbarer Nähe sein. Das bedeutet, dass das Kind die Bezugsperson akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt.
    • Wichtig ist immer die bewusste Verabschiedung vom Kind

    Abschlussgespräch

    • Es wird ein Abschlussgespräch nach der Eingewöhnung durchgeführt. Hier haben Beobachtungen, Gefühle und Vereinbarungen Platz.
    1. Austritt

      Unter Einhaltung der Kündigungsfrist von 3 Monaten können die Eltern ihren Kitaplatz kündigen.
      Wir bieten den Eltern ein Austrittsgespräch an, in dem wir für uns wertvolle Rückmeldungen zur gesamten Zeit, in der das Kind die Kita besucht hat, einholen. Wir verfassen für jedes Kind einen Austrittsbericht.

  6. Förderungen

    In Güney’s KiTa Bahnhof fördern wir das Kind auf spielerische Art und Weise. Diese Methode ist wirksam und geschieht sozusagen «Nebenbei» auf verschiedenen Ebenen. Spielerisches Lernen ermöglicht es dem Kind seine Neugier und Kreativität zu entfalten, während dem es gleichzeitig wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt. Wir fördern das Kind in verschiedenen Ebenen.

    Kognitive Ebene

    • Puzzle, Bauklötze; das räumliche Denken findet statt und die Problemlösungsfähigkeit kann entwickelt werden
    • Tischspiele (Memory); das Gedächtnis und die Konzentration wird gestärkt
    • Farben und Formen erkunden; die visuelle Wahrnehmung wird gefördert

    Soziale und emotionale Ebene

    • Gemeinschaftsspiele und Sequenzen; das soziale Miteinander, die Kooperation und den respektvollen Umgang untereinander wird gefördert
    • Rollenspiele/Freispiele; die Empathie und emotionale Intelligenz werden entwickelt
    • Konflikte; Lösungen werden zusammengesucht, allenfalls finden die Kinder eigene Lösungen, um den Umgang mit Konflikten selbst zu regulieren. Wir unterstützen sie wo es nötig ist

    Sprachliche Ebene

    • Vorlesen und Geschichten erzählen; das Interesse an Büchern und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit wird gefördert
    • Lieder, Reime und Verse; die sprachliche Entwicklung und das Rhythmusgefühl werden unterstützt
    • Rollenspiele; die Fähigkeit zu erlangen, sich verbal und nonverbal ausdrücken zu können, sich mit anderen zu unterhalten oder zuzuhören wird gefördert

    Fein- und grobmotorische Ebene

    • Perlen auffädeln, Steckerle, schneiden mit der Schere; die Fingerfertigkeit wird angeregt, gefördert und weiterentwickelt
    • Essen mit Besteck; die Hand-Augen-Koordination wird gestärkt
    • Bewegungsspiele und Tanz; die motorischen Fähigkeiten werden weiterentwickelt und gefestigt
    • Natur erkunden und Spiele im Freien; um die Physische Entwicklung und das Gleichgewicht zu fördern

    Kreative Ebene

    • Freies Spielen und kreative Sequenzen; die Vorstellungskraft wird gefördert und die künstlerischen Fähigkeiten können entfaltet werden
    • Ideen einbringen; das Kind lernt Meinungen/Bedürfnisse zu äussern und entwickelt neue Möglichkeiten
    • Rollenspiele/Verkleiden; die Fantasie und das kreative Denken werden angeregt

    Körperwahrnehmung

    • Schminken
    • Aktivitäten wie sich im Spiegel betrachten, eigene Körperbewegungen beobachten
    • Umrisse des Körpers/Körperteile zeichnen

    Raumwahrnehmung

    • Bauen mit Legos, Bausteine und Konstruktionsmaterialien zur Förderung des räumlichen Denkens
    • Erkunden von verschiedenen Raumnischen, wie Höhlen, Tunnel, Ecken

    Zeitwahrnehmung

    • Kalenderaktivitäten, um Konzepte wie Tage, Wochen und Monate kennenzulernen und zu verstehen
    • Experimente mit Sanduhren, Wecke, Stoppuhren, um die Zeit visuell zu erleben

    Das Ziel dieser spielerischen Förderung ist es, eine positive Lernumgebung zu schaffen, in der das Kind seine Talente und Fähigkeiten entdeckt. Gleichzeitig haben sie Freude am Lernen, sind motivier, da es eine spielerische Methode ist, ihr eigenes Wissen und Fähigkeiten aufzubauen. Uns ist es wichtig, Beachtung den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder zu schenken um so die Aktivitäten entsprechend gestalten zu können. So erreichen wir eine effektive und angenehme Förderung auf allen Ebenen.

  7. Zusammenarbeit mit den Eltern

    1. Elterngespräche

      Elterngespräche sind wertvolle Möglichkeiten, um die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Betreuungspersonen zu stärken und weiterzuentwickeln. In der KiTa bieten wir verschiedene Möglichkeiten von Gesprächen an.

      1. Tür-, Angelgespräche

        Täglich Tür- und Angelgespräche sind informelle, eins-zu-eins Gespräche zwischen der Betreuungsperson und den Eltern. Das Kind wird je nach Alter in das Gespräch mit einbezogen.

        Die Rolle der Betreuungsperson:

        • Beziehungsaufbau: Die Gespräche ermöglichen der Betreuungsperson eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind und den Eltern aufzubauen. Dies schafft eine vertrauensvolle Umgebung, in der sich das Kind sicher und wohl fühlt und somit einfacher seine Gedanken und Gefühle mitteilen kann.
        • Verständnis fördern: Durch die regelmässigen Gespräche entwickelt die Betreuungsperson ein optimales Verständnis für die Persönlichkeit, die Herausforderungen und Stärken des Kindes. Dies ermöglicht eine fachgerechte Unterstützung für die Eltern und eine individuelle Förderung des Kindes.

        Inhaltsthemen von Tür- und Angelgesprächen:

        • Alltag und Erlebnisse: Das Kind erzählt über seine Erlebnisse, Erfahrungen, Aktivitäten in der KiTa. Es kann seine Gefühle äussern und lernt sich spielerisch zu reflektieren. Die Betreuungsperson hilft beim Erzählen mit.
        • Informationsaustausch: Die Eltern teilen der Betreuungsperson mit, was das Kind momentan beschäftigt, um im KiTa Alltag auf die Bedürfnisse individuell eingehen zu können.
        • Anregungen/Wünsche: Die Eltern wie auch die Betreuungsperson kommunizieren transparent und offen über Themen, die sie im Moment beschäftigen. So können Ungereimtheiten/ Missverständnisse, Lob/ Kritik sofort behoben und angesprochen werden.
      2. Standortgespräch

        Einmal pro Jahr bieten wir den Eltern das Standortgespräch an. Dieses ist freiwillig und dauert ca. 1 Stunde. Dabei gehen wir auf folgende Bereiche ein:

        Grobmotorik, Feinmotorik, Kommunikation/Sprache, Kognitive Entwicklung, Spielverhalten, Schlafverhalten, Selbständigkeit, Sozialentwicklung, Konfliktverhalten, Emotionale Entwicklung, Essverhalten.

        Das jährliche Gespräch ermöglicht es uns, eine Fachgerechte und wertfreie Rückmeldung über den Entwicklungsstand des Kindes mitzuteilen. Dadurch können Auffälligkeiten besprochen und weitere Ziele für das Kind gesetzt werden.
        Sind es Themen, welche nicht in unserem Kompetenz-, oder Fachbereich liegen, weisen wir die Eltern darauf hin, weitere Fachstellen aufzusuchen und besprechen das weitere Vorgehen.
        Ein Dokument des Standortgesprächs wird den Eltern ausgehändigt, eines wird in das Dossier des Kindes abgelegt.
        Die Eltern haben weiter die Möglichkeit, Anliegen oder Anregungen zu äussern. Dies wird mit der Kitaleitung ausgewertet und nach Möglichkeit umgesetzt. Dies dient dem Betrieb, die Zufriedenstellung der Eltern abzuholen und zu gewährleisten.
        Das Hauptziel der KiTa ist die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen den Eltern und uns als KiTa, dass das Wohlbefinden des Kindes oberste Priorität hat. Die Eltern bleiben die Hauptverantwortlichen der Erziehung ihres Kindes.

      3. Austrittsgespräch

        Wünschen die Eltern ein Austrittsgespräch bieten wir ihnen das an. Dies dient dazu, Meinungen, Lob, Anliegen oder sonstige Äusserungen als Feedback zu nutzen, um allfällige Änderungen im Betrieb anzupassen und uns weiter entwickeln zu können.

      4. Elternanlässe

        Wir haben im Jahr 2 Elternanlässe. Diese werden durch das Team gestaltet und können verschieden ausfallen. Beispiele: Samichlausfeier, Sommerfest, Osterbrunch, usw. Die Anlässe sind freiwillig.

  8. Interaktionen / Beziehungsgestaltung

    Die Grundlage für Bildungs-, und Entwicklungsprozesse in der frühen Kindheit bilden eine positive und anregende Qualität der Interaktionen, sowie grosses Vertrauen. Kinder, die sich in ihrer Umgebung sicher und vertraut fühlen, können aktiv forschen und sich entwickeln. Die Kinder brauchen eine sichere Basis, zu der sie nach ihren Forschungsgängen wieder zurückkehren können. Von Geburt an braucht das Kind von seiner Bezugsperson Impulse und Reaktionen. Das Erkunden soll durch uns immer wieder ermutigt werden. Trost schenken, Wärme und Geborgenheit ausstrahlen, damit sich das Kind auf seinem Bildungsweg sicher und wohl fühlt.

  9. Schlussbestimmung/Inkrafttreten

    Dieses Pädagogische Konzept tritt zum 01.10.2024 in Kraft.

 

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